Wir stellen uns vor

- Abteilung Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung

Die Abteilung Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung existiert in ihrer jetzigen Form seit dem 1. August 1996.
Sie ist einzügig und besteht aus der Vorklasse, einer 1. Klasse, einer 2. Klasse, einer 3. Klasse und einer 4. Klasse.
In die Vorklasse werden in der Regel 8 Kinder aufgenommen, in die Schulklassen 12
Kinder.
Die Abteilung ist angegliedert an die Grundschule der Konrad-Adenauer-Schule.
Die Pausen, die Ganztagsangebote und einige Unterrichtsfächer finden gemeinsam mit den Schülern der Regelschule statt.

Für die Finanzierung des täglichen Transportes der sprachbehinderten Kinder des Ostkreises Offenbach ist der Schulträger zuständig.
Die Schüler werden mit kleinen Bussen von zu Hause abgeholt und zur Schule gebracht.
Die Rückfahrt kann nach Hause oder bei Bedarf in eine betreuende Einrichtung erfolgen.
Die städtische Betreuung an der Konrad-Adenauer-Schule steht Schülern mit Wohnsitz in Seligenstadt zur Verfügung.

- Ziele und Aufgaben:
Die Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung ist eine Förderschule mit einer der allgemeinen Schule entsprechenden Zielsetzung. 
Sie soll im Sinne einer „Durchgangsschule“ sprachbeeinträchtigte Schüler/-innen fördern,
deren sonderpädagogischer Förderbedarf gemäß
§ 54 Hessisches Schulgesetz festgestellt worden ist.
Auf regionaler Ebene gehört zu den Aufgaben der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung, im Sinne einer Prävention,
die Aufklärung über Sprachbehinderungen durch interkollegiale Beratungen in Zusammenarbeit mit anderen schulischen und außerschulischen Institutionen.

Der Unterricht wird in Übereinstimmung mit dem Kerncurriculum der Grundschule und den Elementen sprachheilpädagogischen Unterrichts gestaltet. 
Darüber hinaus finden je nach vorhandenen Ressourcen sprachliche Förderstunden statt.

- Welche Kinder besuchen die Sprachheilschule?
Die Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung ist eine Förderschule mit einer der allgemeinen Schule entsprechenden Zielsetzung. 
Sprachbehinderte Schüler und Schülerinnen, die in der Sprachheilschule aufgenommen werden, sind in der Regel nicht nur durch einen isolierten 
Ausfall oder eine erhebliche Auffälligkeit im sprachlichen Bereich, sondern auch durch Störungen in den Bereichen der Emotionalität, der Wahrnehmung
sowie in
der Motorik beeinträchtigt.
Zweisprachig aufwachsende Kinder werden nur aufgenommen, sofern sie auch in ihrer Muttersprache sprachliche Auffälligkeiten zeigen,
also eine Sprachstörung oder Sprachentwicklungsverzögerung im eigentlichen Sinne vorliegt.

- Es können folgende Sprachstörungen vorliegen:

Dyslalie (Stammeln):
Bei dieser häufig vorkommenden Artikulationsstörung werden Laute oder Lautverbindungen ausgelassen („uchen“ statt „Kuchen“) 
oder durch einen anderen Laut ersetzt („Dule“ statt „Schule“), wie man es in der Kleinkindsprache kennt.
Häufig ist auch eine Fehlbildung des S-Lautes und der anderen Zischlaute (Sigmatismus) vorhanden. 

Sprachverständnisstörung
:
Bei gutem Hörvermögen können Redeinhalte nicht korrekt entschlüsselt werden. 
Die Kinder benötigen kurze und eindeutige Ansprache und Anweisungen. 
Eingeschränkter Wortschatz: Der Wortschatz ist nicht altersentsprechend, auch bekannte Gegenstände können häufig nicht benannt werden. 

Dysgrammatismus:
Diese Störung in den Bereichen Grammatik und Syntax (Satzbau) zeigt sich durch Fehler in der Deklination und der Konjugation (z.B. „ich habe gesingt“),
dem Auslassen einzelner Wörter („ich Laden gegangen“) oder einer falschen Wortstellung
im Satz („ er laut geschrieen hat“). 

Sprachentwicklungsverzögerung:
Die Sprache des Kindes weist in allen vier oben genannten Bereichen Störungen auf, ist also generell noch nicht altersgemäß entwickelt.

Stottern:
Bei dieser Störung des Redeflusses werden einzelne Laute und/oder ganze Wörter wiederholt (K-k-k-Komm her, Ich, ich, ich will), 
einzelne Laute gedehnt (aaaaaa-aber) oder gepresst gesprochen (k.......omm). Die Kinder haben oft eine gestörte Atmung und sind sich 
ihrer Schwierigkeiten sehr bewusst, wodurch es zu einer Sprechscheu oder gar – angst kommen kann.

Poltern
:
Der Sprechablauf ist durch überhastetes Herausplatzen, ein unregelmäßiges Sprechtempo und fehlerhafte Aussprache 
bzw. ein Verschlucken von Lauten und Silben gestört. 

Mutismus:
Die Sprache wird beherrscht, aber das Kind zeigt abhängig von Ort, Raum oder/und Personen eine umfassende Sprachlosigkeit.

Pragmatische Kommunikationsstörung:
Das Kind kann die Kontextzusammenhänge nicht adäquat nutzen, spricht bevorzugt über bestimmte Themen und kann die Emotionen des Gesprächspartners nicht deuten.

Rhinophonie (Näseln):
Bei dieser Störung des Stimmklanges entweicht durch den Resonanzraum Nase zu wenig Luft (geschlossenes Näseln)
oder der Luftstrom ist zu stark (offenes Näseln). 

Kindliche Stimmstörungen
:
Stimmstörungen können durch falschen Stimmgebrauch entstehen und zeigen sich durch dauernde Heiserkeit
und eine unnatürliche hohe oder tiefe Stimme.



 

Wege in die Sprachheilschule

  • Kindertagesstätten

  • Frühförderstelle Ambulanter Sprachheildienst

  • Sozialpädiatrisches Zentrum Offenbach

  • Grundschulen

  • Logopäden

  • Kinderärzte

  • Eltern

  • Schulärzte

  • Sprachheilbeauftragte des rBFZ

- Besonderen Wert legen wir auf